6. Rodenbacher Lauftag
28. September 2025
Normalerweise findet der Rodenbacher Lauftag immer am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit statt. Diesmal erfolgte die Vorverlegung der Wettkämpfe auf den letzten Sonntag des Monats September. Für die Läuferinnen und Läufer eine etwas unglückliche Entscheidung, denn dies führte zu der erstmaligen Konstellation: Samstag, 27.09.2025, Rodheimer Volkslauf (8. Lauf des MLC) und einen Tag später Antreten in Rodenbach (9. Lauf des MLC). Man merkte es auch bei den Teilnehmerzahlen an beiden Orten. Viele, die sonst beim Wettkampfabstand von einer Woche bei beiden Läufen gestartet wären, entschieden sich diesmal nur für eine Wettkampfstätte.
Ingo, Julia und Sabine fuhren zusammen, Alfred reiste aus dem Gelnhäuser Raum an. Diesmal studierte er die Ausschreibung sehr genau, geläutert durch seine Fahr-Odyssee am Tag zuvor. Er hoffte, dass keine kurzfristige Ereignisse, z.B. Krötenwanderung etc., eine Straße kurzfristig nicht befahrbar machen würde. Nein, alles lief reibungslos.
Wie vereinbart trafen sich am frühen Nachmittag von BELC89 für die anstehenden 10 km Ingo und Julia sowie Sabine und Alfred. Am Vereinsheim erfolgten die obligatorischen Fotos vor dem Start. Pünktlich um 14:35 Uhr fiel der Startschuss über die 10 km. Zu laufen waren zwei Runden im Wald. Im Gegensatz zum Tag zuvor war die Strecke recht eben.
Die Ergebnisse von uns VIER
- Sabine: 54:12 min, W65: 2 von 4, Gesamt 107 von 162
- Julia: 62:20 min
- Ingo: 60:58 min
- Alfred: 53:41 min, M75: 1 von 3, Gesamt 103 von 162
Hier einige Stimmen zum Lauf
Julia: Als wir am Rodenbacher Sportplatz ankamen, war ich etwas irritiert über ein paar Läufer, die sich aus dem letzten Loch pfeifend ins Ziel schleppten. Nachdem jedoch verkündet wurde, dass es sich bei ihnen um Finisher der 50-km-Strecke handelte, war ich nur noch voller Bewunderung. Insgesamt war das läuferische Niveau sehr hoch, der schnellste Läufer vom SSC Rodenbach schaffte die 10 km in rund 30 Minuten! Und so bildete ich von Anfang an eines der Schlusslichter. Aber dabei sein ist alles, und es hat wieder sehr viel Spaß gemacht!
Ingo: Die Parkplatzsuche und Nachmeldeformalitäten gestalteten sich dieses Mal vollkommen stressfrei, was wahrscheinlich daran lag, dass Tags zuvor schon der herausfordernde Rodheimer Lauf stattgefunden hatte, und nur wenige so hart gesotten waren, wie unsere beiden Vereinskameraden Sabine und Alfred, die beide Läufe stählern absolvierten. Mit meinem Lauf war ich recht zufrieden, mein Rücken hielt, und nunmehr fehlt nur noch ein Lauf bis zum Römer.
Julia & Ingo unisono: Wir sind noch etwas abgekämpft vom Sonntag. Ingo hat es immer noch etwas im Rücken und ich habe noch sehr schwere Beine. Aber das wird schon wieder, und der tolle Lauf war es wert.
Sabine: Nach Rodheim war sofort Regeneration angesagt, um am Sonntagmittag wieder frisch in Rodenbach für den nächsten 10er an den Start zu gehen. Leichter gesagt, als getan, denn am Abend war ich eingeladen. … also am Sonntag schauen, was geht! Ich lief schnell los, merkte jedoch bei Kilometer 5, ich kann dieses Tempo nicht ins Ziel halten. Dass es trotzdem der 2. Platz in meiner AK wurde, freute mich um so mehr.
Alfred: Auf der Fahrt nach Rodenbach konnte ich noch nicht einschätzen, wie ich den schweren Rodheimlauf verdaut hatte. Fühlte mich recht gut. Aber der Druck war doch recht groß, denn ich wusste, bei einem AK-Sieg könnte mich 2025 in der M75 niemand mehr einholen. Nach dem Start lief Sabine über eine Runde vor mir. Auf der 2. Runde konnte ich noch etwas zulegen, verlor sie dabei aus den Augen. Am Ende reichte es zum AK-Gewinn in Rodenbach und auch für das Jahr 2025. Es war eine anstrengende Aufholjagd, nachdem ich doch die ersten drei MLC-Läufe verpasst hatte.
Eine Siegerehrung kann erst angesetzt werden, wenn der/die letzte Person mit der üblichen Fahrradbegleitung die Ziellinie überquert hat. Im Falle unseres 10ers „überschritt“ erst nach 1:43:42 h der letzte Mohikaner (M85) die Markierung, 25 min nach dem vorletzten Läufer (trotzdem AK-Sieger). Es war Kalli F., die Rennschnecke aus Bad Orb. Ob er dem Veranstalter zeitmäßig damit einen Gefallen getan hat, ist fraglich. Die Siegerehrung musste warten.




