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Marathonstaffel in Mörfelden-Walldorf

18. Januar 2026

Der Veranstalter SKV Mörfelden bezeichnet die „Marathonstaffel“ in seiner Ausschreibung stets als Kultveranstaltung. Dem kann absolut nicht widersprochen werden. Seit über 40 Jahren nehmen regelmäßig über 100 Staffeln teil, bei jedem Wetter, egal ob es stürmt oder schneit. Die Waldwege sind breit und befestigt, auch nach mehreren Regenfällen recht gut zu laufen, wie geschaffen für eine größere Läuferschar. Erwähnenswerte Steigungen gibt es nicht, die Strecke ist etwas wellig. Es ist ein Rundkurs mit einem Wendepunkt im Wald. Start und Ziel befinden sich im Stadion der SKV. Nach dem Start geht es gleich in den Wald. Der Zieleinlauf ist eine dreiviertel Runde auf der Bahn.

Bereit für die Staffel: Ana, Ute, Sabine und Michael

Bereit für die Staffel: Ana, Ute, Sabine und Michael

Es finden sich in jedem Jahr Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Vereins, die sich mit großer Hingabe an dem Gemeinschaftsevent beteiligen. Im Jahr 2026 nahmen als Startläuferin Sabine, dann Ana und Ute teil. Michael, der dem Treiben unserer Damen freundlich winkend beiwohnte, trat als Schlussläufer auf der 10,55-km-Strecke an.

Von unseren Startern gab es Rückmeldungen, die hier ungeschönt zu lesen sind:

 
Ute und Ana

Ute und Ana

Ute auf der Strecke

Ute auf der Strecke

Ute: Am Ende habe ich mich richtig angestrengt, und war trotzdem 3 Minuten langsamer als bei der letzten Staffelteilnahme am 19. Januar 2025. Habe mich auch am Abend bei Bier und Pizza nicht gut erholt, selbst der Hunger fehlte. Eine doch sehr bedenkliche Situation. Es rächt sich halt, dass ich bei unseren Trainingsläufen im Enkheimer Wald nur noch im Wohlfühltempo unterwegs bin (Anm. Redaktion: Wird sich ändern!). Aber, und das ist das Positive daran, am Ende bin ich immer glücklich, mich wieder einmal einer Herausforderung gestellt zu haben.

Michael bekommt den Chip von Ute

Michael bekommt den Chip von Ute

Michael auf der Zielgerade

Michael auf der Zielgerade

Michael: Mörfelden-Walldorf meine Heimat. Hier bin ich aufgewachsen, im Kindergarten gewesen und zur Schule gegangen. Das zum Waldstadion angrenzende Waldschwimmbad war in den Sommermonaten der 70er und 80er begehrtes Ziel zum Planschen, Tischtennis spielen und Eis essen. Im “Merfeller Waldstadion” habe ich vor drei Jahren das erste Mal am Staffelmarathon und überhaupt an einem Lauf teilgenommen. Da bildeten wir mit 12 Personen 3 Staffeln.

Beim Laufen im Januar ist es meistens etwas frisch draußen. So auch dieses Jahr: Es ging bei 2 °C, immerhin im Plus, an den Start. Sabine machte den Auftakt und legte wie gewohnt die Messlatte recht hoch, gefolgt von der starken Ana ging es in die zweite Runde. Nach einer Super-Zeit und einer reibungslosen Staffelübergabe an Ute, machte sich diese nach längerer Wettkampfpause auf, an ihre großen Erfolge anzuknüpfen. Auch das gelang ihr mit Bravour und so übernahm ich den Staffelstab (Transponder mit roten Klettband) zum Endspurt in die vierte Runde. Die Waldwege waren überwiegend trocken und eigentlich gut zu laufen, bis mir auf dem dritten Kilometer plötzlich ein riesiger Traktor entgegenkam, der die gesamte Breite des Waldweges einnahm. Etliche Gedanken schossen mir durch den Kopf. Habe ich einen Fehler begangen? Soll ich aus dem Weg geräumt werden? Wo muss ich mich beschweren? Ist hier eine versteckte Kamera? All diese Fragen blieben augenblicklich unbeantwortet und ich musste in das lebensrettende Dickicht ausweichen. Nach diesem denkwürdigen Ereignis konnte ich meinen Lauf ungehindert fortsetzen und mit vier Minuten schneller als vor drei Jahren abschließen. Alles in allem war heute ein ereignisreicher und schöner Vormittag mit angenehmen und fröhlichen Mitstreiterinnen.

Bei der Staffel gibt es keine Altersklassenwertung wie bei anderen Wettkämpfen. Die Einteilung erfolgt in reine Frauen- und Männerstaffel, Mixed und Seniorenstaffel M40 (können auch Mixed sein) sowie Sonderstaffel (Einzelpersonen, die den Marathon laufen oder zwei Personen, welche jeweils zwei Runden laufen).

Unsere Laufzeiten für die jeweils 10,55 km:

  • Sabine: 58:03 min
  • Ana: 66:01 min
  • Ute: 65:52 min
  • Michael: 53:36 min

 

Sabine, Ana, Ute und Michael haben es geschafft.

Sabine, Ana, Ute und Michael haben es geschafft.

Die Gesamtzeit von 4:03:20 h beinhaltet auch die Zeit des Transponderwechsels. Dieser wird am Unterschenkel getragen und beim Wechsel an den Nächsten übergeben.

Die Anmeldung für die Marathonstaffel schloss schon fast eine Woche vor der Austragung. Von den 131 gemeldeten Staffeln traten 127 an. Dies ist eine Ausfallquote von lediglich 3%!

Der Halbmarathon in der 2. Hälfte Februar ist schon seit fast einer Woche ausgebucht. Sehr zur Freude des Veranstalters. Es ist ihnen zu gönnen.