Ironman Frankfurt
29. Juni 2025, von Corina
Der Ironman (zu Deutsch „Eisenmann“) ist ein Dreikampf, ein Triathlon. Aber was unterscheidet den Ironman vom normalen Triathlon? Es sind die vom Welt-Triathlon-Verband festgelegten Distanzen des Ironmans. Ironman ist ein Langdistanz Triathlon, bestehend aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Schon alleine die einzelnen Streckenlängen sind für viele Sportler und Sportlerinnen ein nicht zu überwindendes Hindernis. Aber nicht für Corina Lucke. Am 29. Juni war ihr großer Tag. Ihre dritte Teilnahme an der Frankfurter European Ironman Championship stand an.
„Kleiner Bericht vom großen Tag – spät, aber trotzdem von ganzem Herzen geschrieben.
Liebes Belc Team,
ich habe es versprochen, und habe euch doch jetzt lange warten lassen, nun kommt er – mein Bericht vom Ironman (den ich in Eintracht-Klamotten absolviert habe).
Wie kam es dazu? Vor vielen Jahren hatte ich mal zum Spaß gesagt, wenn ich 50 bin, greife ich nochmal an! Denn in den Jahren 2009 und 2010 hatte ich die Langdistanz in Frankfurt bereits absolviert, und irgendwie war so das Gefühl da, dass die langen Distanzen mir liegen. Nun wurde ich letztes Jahr 49 und dachte: Ups, das ist aber jetzt doch bald. Gesagt getan, angemeldet im Sommer 2024. Ich wusste, da kommt Arbeit auf mich zu – ich bin zwar fleißig gelaufen über all die Jahre und das Schwimmen klappt bei mir ohne Bedenken, aber das Radeln, das versprach Arbeit zu werden. Aber mit vielen Trainingskilometern und einem zweiwöchigen Trainingslager hatte ich dann die Form auf ein zufriedenstellendes Maß angehoben.
Der große Tag kam schneller als gedacht und ich war schwer aufgeregt und auch stolz, als ich endlich am Morgen zum Langener Waldsee mit Danny Stier neben mir unterwegs war. „Ich bin wieder hier“. Ich ordnete mich in die passende Schwimmzone ein und schon knallte der Startschuss. Leider hatten gefühlt „alle“ sich in schnellere Schwimmzonen einsortiert, so dass ich permanent langsamere Schwimmer überschwimmen musste. Ich kam aber gut voran und fand einen ruhigen Rhythmus. Die Tritte haben meine Uhr durcheinandergebracht, aber die Strecke war dann auch schon bald geschafft.
Nun aufs Rad – meine Wackeldisziplin. Vorher noch kurz – ihr kennt mich ja – genau! Dixi ist mein bester Freund. Die Radstrecke ging besser zu bewältigen als gedacht, bestimmt weil mich an allen möglichen Ecken immer wieder Belcis angefeuert haben mit allen Kräften! Ich hangelte mich von Stunde zu Stunde und war froh, dann in Richtung Römer zu steuern.
Der Wechsel zum Laufen fiel mir leicht und ich freute mich regelrecht, jetzt noch einen Marathon zu absolvieren. Vor der Hitze hatte ich großen Respekt, ging also gemäßigt, aber bester Laune in die erste Runde. Und da wart ihr auch schon wieder mit vollen Kräften und an jeder Ecke! Ich war wohl schon leer im Kopf, als ich David anfing zu belehren, dass er nicht mit mir mitlaufen soll. Wie blöd – disqualifiziert werden dafür doch nur Profis, und wieso konnte ich nicht anders sagen, dass ich mich freue, dass er da ist – sorry Buddy!! Ihr Belcler seid aber wirklich überall gewesen. Dirk hat treu Runde um Runde in der Fotodoku festgehalten, so dass ich meinen Abbau in der letzten Runde auch optisch nachverfolgen konnte. Es war heiß – echt – ich bin dann einfach an jeder Verpflegung gegangen, habe getrunken und gekühlt und mich konsequent an die eingeübte Versorgungsstrategie gehalten. Die letzten 2 km bis zum Ziel kamen mir unendlich lang vor, aber sie gingen dann doch vorbei! Stolz und happy bin ich auf dem roten Teppich ins Ziel gelaufen mit 11:52,51 kam ich an meine alten Zeiten von Mitte Dreißig heran und habe den 6. Platz in meiner AK erreicht. Die größte Überraschung konnte ich dann am nächsten Tag erleben – ich habe die Ehre, auf Hawaii zu starten!! Also nix ausruhen – weitermachen! Die Reise geht weiter.
Was nicht vergessen werden soll, ist mein aufrichtigen Dank an ALLE vom Verein BELC89 für die Unterstützung sowie die mündlichen und schriftlichen Glückwünsche zu meinem Gelingen. Ihr seid einfach die besten (Ich sage das, auch wenn ihr jetzt wie Butter in der heißen Sonne schmelzen solltet!)
Viele Grüße von Corina“
Was bleibt, ist ein ehrfurchtsvoller Rückblick auf eine Leistung mit 5 Sternen. Das Miterlebte sacken zu lassen ist nicht möglich. Die Spannung, das Mitfiebern bis zum 11. Oktober mit ihrem Hawaii-Start bleibt bestehen. Wir können uns anschließend (Daumen drücken!) auf einen weiteren sportlichen Höhepunkt von Corina freuen. Der daraus folgende Bericht dürfte sehr interessant werden.







