Frankfurter Runden 2026
31. Mai 2026, von Alfred & Christoph
Schon sechsmal erfolgte am Main ein Laufevent, das sich wegen der Blicke auf die Skyline zu einem echten Erlebnis entwickelt hat. Gemeint sind die Frankfurter Runden, wo beidseitig des Mains auf der Frankfurter und der Sachsenhäuser Seite ein Rundkurs von 10 km auf die Läuferinnen und Läufer wartet. Je nach Tagesform kann man zwischen einer und vier Runden wählen, d.h., man geht in ein distanzmäßig frei wählbares Laufevent.
Gestartet wurde unterhalb des Holbeinsteges in vier Startblöcken, angefangen um 8:00 Uhr von den 40-km-Läufern, dann 10 min später folgten die 30-km-Läufer, wieder 10 min später starteten die Läufer über 2 Runden und um 8:30 Uhr folgte der 10-km-Block. Das Ziel befand sich ebenfalls im Startbereich.
Von BELC nahmen Olivier über 20 km und Christoph über 10 km teil. Christoph gibt zu seinem Start eine kurze Erklärung.
Report von Christoph
Am 31. Mai 2026 fand nicht nur das 5. Cup-Rennen des Main-Lauf-Cups, der „Steinberger Wald-Volkslauf“ statt, sondern auch die beliebten „Frankfurter Runden“. Mit Start und Ziel auf Höhe des Holbeinstegs an der Sachsenhäuser Mainpromenade (Dribbdebach) geht ein 10-km-Rundkurs zunächst in östliche Richtung bis zur Osthafenbrücke, um dort den Fluss zu queren. Hibbdebach geht es auf der Mainpromenade in entgegengesetzter Richtung zurück bis zum Westhafen, um über eine Eisenbahnbrücke erneut die Uferseite zu wechseln und nach ca. 1,5 km zurück zum Start-/Zielpunkt zu gelangen. Nahezu die gesamte Strecke verläuft über die Uferpromenaden, die den „Frankfurter Runden“ nicht nur mit ihrem Blick auf die einzigartige Skyline von Frankfurt den Ruf „Deutschlands schönster Laufrunde“ eingebracht hat. Wer sich die Strecke gerne am Bildschirm ansehen möchte, findet diese unter https://www.frankfurter-runden.de/die-strecke/
Pünktlich um 8:00 Uhr fiel bei leicht bedecktem Himmel und idealen Temperaturen der Startschuss für den ersten Startblock mit Läuferinnen und Läufern der „Frankfurter Runden“. Dieser Startblock war denen vorbehalten, die den schönen 10-km-Rundkurs am Mainufer gleich viermal absolvieren wollten. In jeweils zehnminütigem Abstand folgten drei weitere Starts für die Läuferinnen und Läufer, die sich mit drei, zwei oder auch nur einer Runde für die kürzeren Distanzen entschieden hatten.
Unser Vereinskamerad Alfred hatte Glück im Spiel und gewann einen Startplatz für die „Frankfurter Runden“. Da er aber beim gleichzeitig ausgetragenen Main-Lauf-Cup-Rennen in Steinberg antreten wollte, kam ich in den Genuss, an seiner Stelle in Frankfurt an der Startlinie zu stehen. Dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn Kraft des Namens auf meiner Startnummer ging ich als „Alfred“ ins Rennen. (Auf diesem Wege: „Nochmals vielen Dank, lieber Alfred! Ich hoffe, ich habe Dich würdig vertreten.“) Da meine Vorbereitung nichts anderes als die Teilnahme an der kürzesten Distanz erlaubte, ging ich mit dem vierten Startblock um 8:30 Uhr auf die Strecke. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wetterbedingungen noch ideal. Das sollte sich jedoch sehr schnell ändern. Denn kaum hatte ich die 3-km-Marke passiert, setzte ein ordentliches Gewitter ein, dass zwar für die Abkühlung aller Teilnehmenden sorgte, aber auch für nahezu undurchsichtige Brillengläser und fürchterlich nasse Füße. Einige Läuferinnen und Läufer suchten sogar unter einer der zahlreich vorhandenen Brücken Schutz vor dem Gewitter. Doch bis zum Erreichen der Brücke am Westhafen hatte sich die Wetterlage wieder einigermaßen beruhigt. Das war auch gut so, denn am Ende der Brücke geht es – nicht ungefährlich – einige bei Nässe glatte Treppenstufen hinab, zurück auf die südliche Mainpromenade. Dort angekommen hieß es dann noch einmal das Tempo zu forcieren. Schließlich wollte ich ja Alfreds Ansprüchen gerecht werden und nicht als „rote Laterne“ ins Ziel trödeln. Nach 58 Minuten und 7 Sekunden stoppte die Uhr. Das reichte bei der Gesamtwertung der Männer für Platz 135 (von 354), in meiner AK (M60) wäre ich immerhin auf Platz 6 (von 19) gelandet und in Alfreds AK wurde es sogar ein einsamer 1. Platz (keine weiteren Teilnehmer). Am Ende hat es wieder einmal richtig Spaß gemacht an einem solchen Lauf teilzunehmen. Und so soll es ja auch sein.
Wie bereits erwähnt, war Christoph aber nicht das einzige Vereinsmitglied. Seit Jahren beteiligt sich regelmäßig Olivier an den Frankfurter Runden. Im Gegensatz zu Christoph lief er zwei Runden, also in der Summe 20 km. Aber auch er hatte das Vergnügen, während des Laufes eine ordentliche Himmelsdusche zu erhalten. Seine Zeit betrug 1:42:03 h, in seiner Altersklasse belegte er Platz 6.





