Carrera RENACE in CDMX (Ciudad de Mexico)
22. März 2026
Meine Reise führte mich schon sehr oft nach Mexico. Aber erst 2024 gelang es mir, an einem Laufwettbewerb teilzunehmen. 2025 wurde meine damalige Anmeldung aus irgendwelchen Gründen gestrichen. Somit unternahm ich 2026 einen erneuten Anlauf für einen kleinen Wettkampf über 5 km. Ja, nur über 5 km, da ich dies in einer Höhe von fast 2.300 Metern, verbunden mit der zu dieser Zeit sehr schlechten Luft, als ausreichend empfand.
So kam es, dass ich mich schon kurz nach unserer Ankunft in der 23-Millionen-Metropole mit dem Sohn meiner Schwägerin nebst Frau zusammensetzte und wir schließlich doch noch einen Wettkampf fanden. Die Ausschreibung nannte diese Veranstaltung „CARRERA RENACE“ (Wettkampf Wiedergeburt), gracias por apoyar la concientizatión sobre la salud emocional ( ~ bedankt man sich für das Bewusstsein eines gesunden Gefühlszustandes). Die Teilnahme kostete 660 Mex. Peso, ungefähr 33 €, beinhaltend einen Starterbeutel mit T-Shirt und Kleinigkeiten sowie im Ziel eine nicht gerade leichte Medaille. Hier ging ein größerer Anteil des Startgeldes an die Institution.
22. März, der Wecker klingelte um 5:30 Uhr in der Früh, Abholung um ca. 6 Uhr, Ankunft vor Ort am Chapultepec Park um 6:30 Uhr (da gab es noch Parkplätze). Der Chapultepec Park ist die größte Parkanlage in der Metropole, der Name ist indianischen Ursprungs und bedeutet „Erhebung/Berg der Chapulines“ (Heuschrecken, essbar).
So langsam nahmen wir Aufstellung und erwarteten den Start so um 7:00 Uhr. Ich kam vorher noch kurz mit einem Herrn ins Gespräch. Dachte mir, vom Aussehen her – weiße Haare und sehr viele Falten – könnte er in meiner Altersklasse sein, so um die 75 Jahre. Sagte ihm dies, worauf er antwortete, er sei doch erst 58 Jahre. Ich schaute an mir runter, sah das Fettnäpfchen, nein, die große Fettschale in der ich stand. Glücklicherweise rettete mich die vor dem Start gespielte Nationalhymne: Die sang er inbrünstig, mir Zeit zum raschen Entfernen gebend.
Es war ein leicht welliger Lauf durch den Park. Gut zu laufen, rechte frische Temperatur in den Morgenstunden. Ich überlief nach 31:32 min die Ziellinie, benötigte ca. 5 Minuten mehr als in heimatlichen Gefilden. Erreichte trotzdem in der Klasse „varonil“ – 60 años y más (also 60 Jahre bis scheintot) den dritten Platz von 16 Herren. War rundherum zufrieden mit der Leistung.
Anschließend fanden wir am See im Park ein gemütliches Frühstücksrestaurant. Dort saßen wir zusammen, mittlerweile war die Familie erschienen. Dieses Morgenevent fand in einem ausgiebigen Spaziergang im Park ein sehr schönes Ende.




