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Island
(von Alfred, 20.08.2018)
Reykjaviker Halbmarathon
ALT-Texthttps://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslauf-2018/20180820_Reykjavik4_klein.jpg Das südlich des Nördlichen Polarkreises gelegene Island mit seinen 103000 Quadratkilometern kann sich rühmen, die größte Vulkaninsel der Erde zu sein. Bei den dort lebenden ungefähr 335000 Ein-wohnern ist Sport ein sehr wichtiger Faktor. Seit 1984 wird an jedem dritten Samstag im Monat August ein Marathon in Reykjavik (übersetzt Rauchbucht) angeboten. Zusätzlich feiern die Isländer an diesem Datum den Tag der Kulturen. Der Vormittag gehört dem „Reykjavíkur MaraÞon Islandsbanka“. Eine Laufveranstaltung über die Marathon- und Halbmarathonstrecke sowie über 10 Kilometer und Kinderläufe. Der restliche Tag bis tief in die Nacht ist für das Feiern reserviert. Alfred Traue vom Bergen-Enkheimer Laufclub betrachtete seine dritte Anwesenheit auf der Insel wieder unter dem Motto „dabei sein und genießen“. Der Tag zuvor war bei einer Temperatur von 9 bis 10 Grad und starkem kaltem Wind noch ein Tag zum Vergessen. Aber wenn sich die nordischen Feen und Elfen am Kultursamstag treffen, musste das Wetter doch zauberhaft sein. Strahlend blauer Himmel und immerhin 12 Grad versprachen ein Laufereignis zu werden. Sicherlich ist der oft kalte, böige Wind auf der zu dreiviertel am Meer liegenden Strecke nicht zu verachten. Aber dies ist eine Sache der passenden Laufkleidung. ALT-Texthttps://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslauf-2018/20180820_Reykjavik1_klein.jpg Am 18. August beeindruckten schon die paar 100 Meter vom Hotel zum Start. Aus jeder Seitenstraße kamen die bunt gekleideten Sportler. Es herrschte auf Grund von Teilnehmern aus 54 Nationen ein babylonisches Sprachgewirr. Vor dem Start um 8:40 Uhr gingen noch einmal die Helfer zwecks Chipkontrolle durch die Reihen. Denn es hieß: Engin flaga = enginn tími (kein Chip=keine Zeit). Traue berichtete:“ Auch diesmal führte ich einen Foto mit, um von der Strecke und den Zuschauern ein paar Erinnerungsfotos zu machen. Auch wenn dies Zeit kosten sollte. ALT-Texthttps://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslauf-2018/20180820_Reykjavik2_klein.jpg Nach dem Verlassen der Startregion in der Lækjargata und Umrundung des Tjörninsees begann die zauberhafte Anfeuerung der Reykjaviker. In großem Maße erfolgte die Unterstützung direkt vom Grundstück. Balkone, Fernster und Treppenaufgänge sind bevölkert mit Menschen, welche Trompete und Saxophon spielen oder ganz einfach mit Kochtopfdeckel und sonstigen Küchengeräten bemerkenswerten Lärm machten. Dazu kam, dass nach ungefähr einem Kilometer ein Frankfurter zu mir aufschloss und wir bei nettem Gespräch noch einige Zeit zusammen blieben. Dieser Spaß endete leider bei der Umrundung der äußeren Halbinselspitze Seltjarnarnes. Der Frankfurter Bub nahm einen Gang raus und die musikalischen Lärmkompositionen wurden durch rhythmisches Klatschen der Anwohner abgelöst. Jetzt auf der Nordseite der Halbinsel Richtung Hafen blies der kalte Wind sehr unan-genehm. Wohl dem, der noch eine Windjacke dabei hatte. Weiter entlang ging es auf der Sæbraut, der nördlichen Uferstraße mit schönem Ausblick auf das Meer und die gegenüberliegende Küste. Ich merkte, dass ich trotz geringer Vorbereitung ohne Probleme weiterhin meinen 5:30 Kilometerschritt beibehalten konnte. Der höchste Punkte der Strecke war bei Kilometer 16 erreicht, wobei die Gesamtsteigungen des Halbmarathons von ungefähr 60 Metern auf Grund ihren langen Streckung sehr moderat erschienen. Nach Erreichen des Wendepunkts bei Kilometer 16,5 konnte ich mit etwas erhöhter Geschwindigkeit auf der gleichen Uferstraße zurück zum Ziel noch einige Läufer einsammeln. Beim Kongresszentrum Harpa noch eine Linkskurve und schon war das Ziel nur noch ein paar 100 Meter entfernt“. Traue überquerte nach 1:55:13 Stunden die Ziellinie. In der Altersklasse M60-69 (leider nur in ungerechter 10er Wertung) erreichte er Platz 28 von 87 Startern. ALT-Texthttps://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslauf-2018/20180820_Reykjavik3_klein.jpg Diese Reykjaviker Veranstaltung bestach wieder durch seine hohe Internationalität und Orga-nisation. Aus allen Erdteilen reisten die Läufer an. Allein beim Halbmarathon waren bei den 2600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 54 Nationen vertreten. Es war mit Sicherheit nicht sein letzter Besuch und Lauf in Island.