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Nürburgring
(von Alfred Traue, 27.07.2018)
Rad am Ring

Nach 4-jähriger Pause machten wir uns endlich wieder im 4-er-Team auf in die wunderschöne Eifel zum wohl bekanntesten und kultigsten 24-Stunden-Rennen der aktuellen Velo-Szene. Der legendäre Nürburgring öffnete für ein Wochenende wieder seine weltweit einzigartige Nordschleife für Rennradler und teilweise auch Mountainbiker, die entweder als Solofahrer oder in 2er, 4er oder 8er-Teams starten durften. Parallel hierzu fanden noch diverse RTFs und sogar ein Bundesliga-Rennen auf dieser anspruchsvollen Strecke statt. Schon die Eckdaten der Veranstaltung verlangen gebührenden Respekt:

8700 Teilnehmer, Rundenlänge 26 km, 580 Höhenmeter, 93 Kurven, Anstiege bis 17%, Gefälle bis 11% !

Schon am Freitagabend bezogen wir unsere Camping-Parzelle direkt an der Strecke. Nach obligatorischer Nudelparty und einem Schlummerbierchen hatten alle eine entspannte, gut temperierte Nacht.

Nachdem am Samstagvormittag schon einige kürzere Rennen stattfanden, war unser 24-Stunden- Start, mit 5300 Teilnehmern, um 12:45 auf der Start/Ziel-Geraden des Motodroms, also der eigentlichen Grand-Prix-Strecke. Unser Teamkapitän und Cheforganisator Karsten hatte diesmal die Ehre der ersten Runde und fuhr auch direkt hinein in den einzigen Kurzschauer des gesamten Rennens. Weiter ging es danach mit Martin, Ute und meiner Wenigkeit. Diese Reihenfolge behielten wir auch bei bis zum Schluss. Unsere Debütantin Ute meisterte ihre erste Runde so bravourös, dass ihr danach das Rennen, trotz der Anstrengung, erst richtig Spaß machte. Moritz kümmerte sich als „Mann für alle Fälle“ um Fotos und Film, Fahrerwechsel, Speis und Trank und sonstige wohltuende Dienstleistungen.

Mit trockenen 25 Grad und nur teilweise Wind hatten wir zudem noch sehr gute Renn-Bedingungen. Die Strecke geht auf den ersten 11 km weitestgehend bergab, mit 3-4 kürzeren Rampen. Der schnellste Streckenteil ist hier die Fuchsröhre, auf der Spitzengeschwindigkeiten von > 100 km erreicht werden. Danach beginnt der langsame Aufstieg über das „Bergwerk“ hin zum „Carraciola-Kreisel“. Danach ist dann Schluss mit lustig, denn wir schrauben uns bei 17% Steigung hinauf zur berüchtigten „Hohen Acht“ (Streckenkilometer 15), dem höchsten Punkt der Strecke (657 m) und zugleich auch einzige Versorgungsstelle. Die nächsten 11 km gehen dann zwar wellig, aber recht flott weiter zum nächsten Wechsel. Die Fahrerwechsel fanden direkt vor unserer „Kommandozentrale“, sprich Maddin´s Bully, statt. Der Chip war diesmal in einer Plastikflasche verstaut, die wir im Vorbeifahren Moritz zuwarfen, der sie dann dem nächsten Fahrer beim Anrollen in den hinteren Flaschenhalter steckte. Für die Nacht entschieden wir uns für Doppelrunden, also jeweils 52 km pro Fahrer, um den anderen eine längere Schlafpause zu verschaffen. Mit unseren starken Leuchten waren wir gut gerüstet, um die (leider) weitestgehend sackdunkle Strecke, besonders aber die steilen Abfahrten, gut zu meistern. Ich hatte auch in diesem Jahr wieder das Glück, in den Sonnenaufgang hineinfahren zu dürfen, was bei der malerischen Umgebung ein besonderes Ereignis ist. Bei Tageslicht gingen wir alle wieder zu Single-Runden über. Ute und ich hatten auf unseren Schlussrunden noch so viele Körner übrig, dass unser Käpt´n und sein Begleiter Maddin, sogar 7 Minuten vor der offiziellen Deadline (12:15) eine letzte, unerwartete Wertungsrunde fahren konnten. Auch 2018 hatten wir keinen Plattfuß, keinen Unfall und keine sonstigen Wehwehchen. Insgesamt sah es dann für die BELC-Racer zum Schluss wie folgt aus:

21 Runden, 546 km, 12180 Höhenmeter, Platz 458 von 658 Finishern, Platz 52 in der AK <= 59 Jh.

Habe die Ehre Mannix

Unser Lager im Aufbau !

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Einfahren vor dem großen Rennen ! ALT-Texthttps://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslauf-2018/20180727_Rad%20am%20Ring_2.jpg

Am Start waren:

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Die Wechsel

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Geschafft, wir sind sehr stolz auf uns !!!

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