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Porto
(von Alfred, 05.11.2017)
Porto touristisch und läuferisch erschlossen
Der November ist normalerweise in unseren Breiten mit interessanten Laufangeboten kaum noch gesegnet. Für Alfred Traue vom Bergen-Enkheimer Laufclub BELC89 bot sich am 5. November die Gelegenheit, in Porto (Nord-Portugal) an einem 15 Kilometer Lauf teilzunehmen. Also eine sportliche Herausforderung in Kombination mit dem Kennenlernen der sehr interessanten Stadt. Die Anreise erfolgte am 2. November. Am darauffolgenden komplett verregneten Tag erfolgte die Start-nummerausgabe im Centro de Congressos Alfandega. Die restliche Zeit wurde mit City Sightseeing Fahrten verbracht. Leider waren die Busdecken absolut undicht, sodass auch im Innenraum ein aufgespannter Schirm seine Dienste tat. Schlagartig änderte sich glücklicherweise ab Samstag das Wetter. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein luden ein, die Stadt gründlich zu erkunden. Absolut sehenswert ist die Altstadt mit dem Namen Ribeira. ALT-Texthttp://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslaeufe-2017/20171103_Porto3_klein.jpg Entlang schlendern am Cais da Ribeira mit Blick auf die weltbekannte den Douro überspannende Ponte de Luis I. ALT-Texthttp://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslaeufe-2017/20171103_Porto1_klein.jpg Auf der gegenüberliegenden Flußseite schaukelten die Boote mit den Portweinfässern. ALT-Texthttp://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslaeufe-2017/20171103_Porto2_klein.jpg Das stundenlange auf und ab (Porto liegt auf einem sehr hügeligen Gelände) wirkte dann doch sehr ermüdend. Aber es stand ja noch die Laufvorbereitung an. Auch die Frage der Anreise zum Start war noch offen. Durch die 3 Laufstrecken (Marathon, 15 und 6 Kilometer) waren die angrenzenden Straßen um den Parque da Cidade (Start und Ziel) komplett gesperrt. Alfred Traue:“ Um 8:00 Uhr ging es mit einem Taxi im Tiefflug Richtung Stadtpark. Ungefähr 2 Kilometer davor war leider die Fahrt wegen zugeparkter Straße beendet. Schnell in die Reihe der Läufer eingereiht, führten diese mich zum Start. Disziplin herrschte bei der Startaufstellung nicht. Marathonläufer und 15 Kilometer Teilnehmer standen bunt gemischt in den doch klar definierten Startblöcken. So liefen dann pünktlich um 9:00 Uhr ungefähr 7400 Läuferinnen und Läufer bei strahlendem Sonnenschein aber kaltem Wind vom Meer los. Laufen war vorerst nicht angesagt. Es war mehr ein schnelles Walken. Nicht nur immer wieder leichte Steigungen warteten auf die Teilnehmer, sondern auch 3 Wendepunkte. Dies führte durch die Straßenteilung zu stockenden Laufpassagen. Mir war schon kurz nach dem Start klar, dass ich bei der Laufgesamtzeit deutliche Abstriche machen muss. Erst als so ab Kilometer 10 die Straße deutlich verbreiterte und anschließend sich die Masse der Marathonläufer an der Uferpromenade bei ungefähr Kilometer 12 Richtung Altstadt Porto verabschiedeten, war eine deutliche Temposteigerung möglich. Froh war dann jeder, als er in den Park Richtung Ziel Queimódromo einbiegen konnte. Dort warteten schon hinter der Ziellinie die Medaillen und Verpflegungsbeutel, jedoch kein Tropfen Portwein. In Anbetracht der Tatsache, dass Richtung Hotel alle bus- oder taxiführende Straßen gesperrt waren, mußte ich noch zwischen 7 und 8 Kilometer auf der stetig ansteigenden Avenida da Boavista im Trab zurücklegen. Nach ungefähr 50 Minuten war ich endlich am 2 Ziel, unserem Hotel angelangt. Der ersehnten portugiesischen Rotwein gab es zur Belohnung aber erst beim Abendessen. Am Abend konnte dann in den Ergebnislisten die Platzierung ersehen werden. Mit einer Nettozeit von 1:22:10 Stunden war Traue bedingt zufrieden. Dies zeigte sich in den Zwischenzeiten. Standen nach 10 Kilometer noch 58:14 Minuten zu Buche, gelang es ihm, die letzten 5 Kilometer bei freier Bahn in 23:56 Minuten zurückzulegen. In der Gesamtwertung belegte er Platz 905 von 2842 Startern. Da es nur 2 Altersklassen gab (Klasse 1 bis 34 Jahren, der Rest von 35 bis >100 Jahre in Klasse 2), konnte eine vernünftige Einordnung nicht erfolgen. Der Start beim 15 Kilometer „Family Race“ lohnte sich trotzdem. Von den 18 in der Klasse 2 (M35) gestarteten Landsleuten sprang der 2. Platz heraus. Zeit und Platzierung waren im Endeffekt sekundär. Das Erlebnis in Porto zu laufen zählte. Man darf nicht vergessen, dass im Preis von 11€ neben dem Lauf noch ein Funktionsshirt, große Medaille sowie 2 Verpflegungsbeutel enthalten waren. Wo gibt es dies bei uns? Obrigado Porto! ALT-Texthttp://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslaeufe-2017/20171103_Porto4_klein.jpg