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Eschborn
(von Sören & Alfred, 01.05.2017)
Rund um den Finanzplatz Eschborn
1. Mai, Tag der Arbeit, ein Tag zum Relaxen oder sich an einer Kundgebung beteiligen. Aber auch an einer Sportveranstaltung teilzunehmen gehört zu den Alternativen. Das L im Namen BELC steht zwar nur für Laufclub, was aber nicht bedeuten soll, dass bei anderen Sportarten einige Vereinsmitglieder sehr gute Leistungen bringen. Sören Hommel und Karsten Frerichs schrieben sich bei der Skoda Velotours ein. Lassen wir Sören Hommel zu Worte kommen: "Erwartungsvoll und aufgeregt endete die Nachtruhe am Montagmorgen mit Blick aus dem Fenster. Ich stellte mir die Frage: Regen oder kein Regen, starten oder nicht starten? Da die Straßen trocken waren und der Himmel nur wenig bewölkt, entschied ich mich zur Teilnahme. Um 7:30 Uhr waren sämtliche notwendigen Utensilien verstaut. Anschließend erfolgte das Einradeln in das 12km entfernte Eschborn zum Start auf dem Mann Mobilia Parkplatz. Von allen Seiten trafen nun Frankfurts Radfahrer ein. Keiner wollte sich diesen Klassiker entgehen lassen. Es herrschte bei allen ausgesprochen positive Stimmung, verbunden mit einer Menge Adrenalin im Blut. Pünktlich um 8:45 Uhr machten sich alle Fahrer auf die Streckenlängen 50,80,110 und 120km. In diesem Jahr bestand die Möglichkeit, sich während der Fahrt für eine andere Streckenlänge zu entscheiden. Dies sollte sich an diesem Tag als Glücksfall erweisen. Bei Trockenheit gestartet, führte die Strecke von Eschborn nach Frankfurt und Bad Homburg nach Oberursel. Dort bei Kilometer 40 begann der Aufstieg auf den 855 Meter hohen Frankfurter Hausberg, den Feldberg. Am Fuße des Berges änderte sich das Wetter, es wurde kälter. Das Quecksilber fiel nach unten und Petrus öffnete die Wasserschleusen. Am Sandplacken ein kurzer Stopp, Regenjacke an und Verpflegung aufnehmen. Jetzt folgte der harte Teil der Tour. Bei immer weiter zunehmenden Regen entschied ich mich, statt der gemeldeten 110 Kilometer Strecke nur 80 Kilometer zu fahren. Am Feldberg angekommen regnete es immer stärker. Viele Fahrer hatten jetzt die komplett mitgenommene Kleidung an. Aber nun ging es glück-licherweise abwärts wieder Richtung Eschborn. Durch den Regen von allen Seiten wurde es immer kälter und unangenehmer. Die Fahrbahn verwandelte sich in eine gefühlte Eisbahn. Die Muskeln verkrampften. War dies jetzt ein Höllenritt! Der Gedanke "nur nicht stürzen" verfolgte mich fast bis zum Ziel in Eschborn. Nach 3:05 Stunden glücklich und heil dort angekommen, ging es gleich nach der Chipabgabe in ein angrenzendes wohltemperiertes Restaurant. Heißer Kaffee und süßes Gebäck standen hier auf meiner Speisekarte. Halbwegs innerlich erwärmt, ging es nach einiger Zeit per Rad schnell und schnell wieder frierend nach Hause. Dort angekommen konnte man vom Zustand "Pudelnaß" sprechen. Wie wohltuend war die heiße Dusche. Ein Tag voller Abenteuer neigte sich dem Ende entgegen." Nicht vergessen sollte man Karsten Frerichs. Da er ungefähr gleich schnell war, mußte er zu 100 Prozent mit den gleiche Widrigkeiten kämpfen. Er erreichte kurz hinter Sören Hommel nach 3:08 Stunden die Ziellinie. 80 Kilometer mit Gesamtsteigung von 820 Metern waren geschafft. Der Veranstalter sprach locker von starken Zeiten bei schlechten Bedingungen.