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Gebirgsmarathon
(von Alfred, 11.12.2016)
RenÚ Miche beim Siebengebirgsmarathon
Wenn der Verein BELC89 von unserem Mitglied René Miche ein Laufbericht erhält, beinhaltet dieser immer einen Wettkampf mit großer Distanz oder extremem Schwierigkeitsgrad. Sein sport-licher Dezember Tätigkeitsnachweis handelte diesmal vom Siebengebirgsmarathon am 11.12.2016. Bei der Beschreibung dieses rechtsrheinischen Mittelgebirges sind besonders die 50 Berge und Anhöhen bemerkenswert. Bei Betrachtung des Höhenprofils fällt das stetige Auf und Ab auf. Ebene Strecken zum Ausruhen existieren fast nicht. Der Gesamtanstieg 796 Metern auf 41,86 Kilometern spricht eine deutliche Sprache. René Miche wusste genau, was auf ihn zukommen würde. Seine Vorbereitungen waren so strukturiert, dass er mit dem Schwierigkeitsgrad im Kopf auf die Strecke ging. Unser naheliegender Taunus war für ihn das ideale Trainingsgebiet. Mit Winterstein und Feldberg im Vorbereitungsprogramm konnte nichts mehr schief gehen. Eine langwierige Verletzung ließ ihn ja erst im Oktober mit dem Frankfurt Marathon seine diesjährigen Wettkampftätigkeit beginnen. Allgemein wird der Siebengebirgsmarathon als einer der schönsten deutschen Wintermarathons bezeichnet. Miche schrieb, dass dieser Lauf sehr viele alte Hasen, also Wiederholungstäter in jedem Jahr anlocken würde. Um 9:00 Uhr starteten die Teilnehmer des Halbmarathons. Es wurde ruhiger, René Miche konnte sich somit voll auf den Lauf konzentrieren. Als um 10:00 Uhr für ihn der Startschuss viel, war seine Erwartungshaltung sehr groß. Er wusste, dass er auf geschichtsträchtigen Pfaden unterwegs sein würde. Zuerst ging es einmal bis zum Kilometer 5 mit seiner Verpflegungsstelle bergab. Die folgenden 5 Kilometer gestalteten sich sehr happig. Von 225 Höhenmetern Richtung Löwenburg auf fast 400 Höhenmetern gestalteten sich als erste große Herausforderung. Unterwegs stellte Miche fest, dass es nicht nur in Frankfurt einen Lohrberg gibt. Die Aussicht von oben - soweit die Anstrengungen einen Blick zulassen konnten - soll der schönste im gesamten Siebengebirge sein. Ab Kilometer 20 führte dann die Strecke auf und ab, aber immer etwas mehr auf statt ab. Um dann bei Kilometer 36 den höchsten Punkt erreicht zu haben. Trotz der guten Marathonvorbereitung begannen auch ihm so langsam die Oberschenkel zu brennen. Trotzdem begann er jetzt bergab mit Richtung Aegidienberg das Tempo zu forcieren. Die letzten 2 Kilometer legte er dabei in einem 5er Schnitt (Minuten pro Kilometer) zurück. An der Ortseinfahrt zu Aegideinberg steht eine Geschwindigkeitsmessanlage. Ob René Miche dabei geblitzt wurde, ist nicht überliefert. Sein Wunsch, in diesem Jahr zum zweiten Mal in die Festhalle einzulaufen, stand unmittelbar bevor. Wobei die Aegidienberger Festhalle doch deutlichst kleiner wie die Frankfurter war, eigentlich vergleichbar mit einem großen Wohnzimmer. Dort herrschte allerdings ebenfalls eine grandiose Stimmung, jeder wurde persönlich begrüßt. Miche beendete überglücklich nach 3:59:46 Stunden (Platz 143 von 394 Startern) die Ziellinie. ALT-Texthttp://www.belc89.de/files/galerie-galerie-volkslaeufe-2016/20161211_Gebirgsmarathon_klein.jpg Da wird er wohl in Zukunft nochmals dabei sein, als Wiederholungstäter. Klar, bei so einer gezeigten Leistung ist es auch einmal opportun, über die Leistung einer Einzelperson zu berichten.